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Buchpräsentation im Graz Museum „Schattengeneration 1955“

Datum

Mittwoch, 4. Februar 2026
18:00 Uhr

Ort

Graz Museum
Sackstraße 18
8010 Graz

Autor Johannes Chudoba im Gespräch mit Barbara Stelzl-Marx

An diesem Abend widmen sich der Autor Johannes Chudoba und Barbara Stelzl-Marx, Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung und Professorin für europäische Zeitgeschichte an der Universität Graz, den Narben einer Generation, die nach 1945 zwischen Schweigen, Schuld und Aufbruch stand. Auf kongeniale Weise verknüpft Chudoba das bewegende Porträt seiner Mutter, die sich aus den Fallstricken schwarzer Pädagogik befreit, mit dem Weltgeschehen und dem gesellschaftlichen Wandel. Durch diese Engführung wird deutlich: Unsere Herkunft prägt uns – ob wir uns dazu bekennen oder nicht.

Schattengeneration 1955 ist mehr als ein Kommentar zum Jubiläumsjahr 2025 (Kriegsende, Staatsvertrag, EU-Beitritt) und einer Zeit, die von den ungelösten Konflikten der Vergangenheit heimgesucht wird. Es zeigt auf, dass die Auswirkungen autoritärer Systeme gesellschaftlich noch nicht überwunden sind, wie es aber Einzelnen gelang, den Teufelskreis autoritärer Erziehung zu durchbrechen.

Auch heute haben wir die Wahl: Was tragen wir weiter? Was lassen wir hinter uns? Dieses zutiefst persönliche und zugleich politisch klarsichtige Buch lädt ein, zu erinnern, hinzusehen, zu verstehen – und aus den Lebenserfahrungen unserer Eltern die Lehren zu ziehen, die uns den Weg in eine bessere Zukunft weisen.

Über den Autor:
Johannes Chudoba, Interkulturalist, Autor und Unternehmer, wuchs in der Türkei der 1970er-Jahre und in den letzten Jahren des Kalten Krieges in Graz auf. Nach Studienaufenthalten in Moskau, Dublin und Princeton arbeitete er für die UN in Kriseneinsätzen (u. a. in Afghanistan, Nepal und Tadschikistan). Seit 2022 lebt er mit seiner Familie in Wien und der Steiermark. Seine bisherigen Publikationen umfassen ein breites Spektrum von Themen der Entwicklungszusammenarbeit in mehr als 20 Ländern.

In Kooperation mit dem Graz Museum und dem Institut für Geschichte der Universität Graz.

Davor um 17 Uhr gibt es eine Führung durch die Ausstellung Ins Ungewisse. Graz 1945-1965.
Kosten: 3 Euro (exkl. Eintritt)

Zum Buch auf der Verlagsseite