Österreich im frühen Kalten Krieg: Un/Sicherheiten während der sowjetischen Besatzung

Datum

Mittwoch, 22. April. 2026
9:30-11:00 Uhr

Ort

Johannes Kepler Universität Linz, Uni-Center
Altenberger Straße 69
4040 Linz

Anmeldung unter: https://konferenzen.jku.at/zgt2026/

Panel mit Katharina Bergmann-Pfleger, Florian Traussnig und Walter Iber beim 16. Österreichischen Zeitgeschichtetag – “Un/Sicherheiten”, an der Johannes Kepler Universität Linz, moderiert von Barbara Stelzl-Marx.

Österreich im frühen Kalten Krieg: Un/Sicherheiten während der sowjetischen Besatzung

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Österreich von den vier alliierten Mächten besetzt. Der Sowjetunion fielen im Zonenabkommen vom Juli 1945 Niederösterreich, das Burgenland, das Mühlviertel in Oberösterreich und einzelne Bezirke Wiens zu. Dies wirkte sich auf viele Bereiche aus. Migrationsbewegungen und Vertreibungen, die öffentlichen Sicherheit oder nachrichtendienstliche Aktivität waren durch den sich verschärfenden „Kalten Krieg“ direkt betroffen. Das Land wurde dadurch zu einem Schauplatz dieses „Ost-West-Konfliktes“. Nicht nur das Leben der Menschen, sondern auch die Wirtschaft und die Schattenebene der Geheimdienste waren massiv von Unsicherheiten geprägt. Neu- und Umorientierungen standen im Vordergrund. Das Panel gibt auf Basis neuester Forschungen des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung und des Instituts für Geschichte der Universität Graz vor diesem Hintergrund Einblicke in ausgewählte Aspekte von Un/Sicherheiten.

Chair: Univ.-Prof. Dr. Barbara Stelzl-Marx, Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung und Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Graz

Dr. Katharina Bergmann-Pfleger, Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung
“Lager in der sowjetischen Besatzungszone Österreichs 1945–1955: Auf der Suche nach Ordnungsprozessen”

Dr. Florian Traussnig – Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung
“Österreichischer Wehrmachtsdeserteur, US-Fallschirmagent und antisowjetischer Publizist. Ein „Biopic” zu Edgar Ulsamer 1944-1949″

Univ.-Prof. Dr. Walter Iber, Universität Graz, Institut für Geschichte
“Konfrontation, Kompensation, Kooperation – Österreich in der wirtschaftspolitischen Strategie der Sowjetunion, 1947-1964”

Zum Zeitgeschichtetag
Auf welche Weise beeinflussen Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz unsere Arbeitspraxis? Wie reagieren wir auf die Infragestellung unserer Arbeit in Zeiten eines erstarkenden Wissenschaftsskeptizismus?

Der 16. Zeitgeschichtetag in Linz nimmt das Spannungsverhältnis zwischen Sicherheit und Unsicherheit in den Forschungsgegenständen und Methoden wie auch im Verhältnis zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit auf. Er bietet der Zeitgeschichte-Community ein Forum, aktuelle Forschungen zu präsentieren und zukünftige Forschungsthemen aus dem Zeitraum des 20. und 21. Jahrhunderts zu erkunden. Ebenso präsent soll die Reflexion über traditionelle und neue Methoden unserer Wissenschaft sein.

Weitere Informationen