Otto Habsburgs „Operettenkrieger?“ Vortrag & Talk mit Florian Traussnig
Dienstag, 10. Februar 2026
18:30-20:00 Uhr
Arkadensaal im Minoritenzentrum
Mariahilferplatz 3
8020 Graz
Das „Austrian Battalion“ der US-Armee (1942-1943) und der „Widerstand von außen“ gegen Hitlerdeutschland im Zweiten Weltkrieg
Otto Habsburg verfolgte während des Zweiten Weltkriegs den Plan, als NS-Gegner im US-Exil eine österreichische Befreiungstruppe innerhalb der US-Armee zu gründen: das sogenannte „Austrian Battalion“ in Camp Atterbury, Indiana, in dem sogar drei seiner Brüder dienten. Aus politischen und letztlich sehr österreichischen Gründen scheiterte dieser Versuch bald krachend. Jedoch kämpften zahlreiche dieser vermeintlichen „Operettenkrieger“ später dann doch noch in anderen Einheiten der US-Armee gegen Hitlers Wehrmacht.
Florian Traussnig, wissenschaftliche Mitarbeiter am Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung, gibt einen mit zahlreichen O-Tönen, Anekdoten und Original-Bildmaterial aus US-Archiven angereicherten und gleichzeitig analytischen Einblick in die umstrittene Geschichte dieser ungewöhnlichen Einheit und verfolgt den militärischen Weg, den seine „Veteranen“ – vor allem österreichische „38er“-Flüchtlinge – nach der Auflösung des „Austrian Battalion“ 1943 gegangen sind: So leisteten zahlreiche von ihnen in anderen US-Verbänden bewaffneten oder geistigen „Widerstand von außen“ gegen Hitlerdeutschland und zahlten mitunter sogar mit ihrem Leben für die Befreiung ihrer ehemaligen Heimat vom Nationalsozialismus.
Bei einem Glas Wein steht Ihnen der Referent für Ihre Fragen auch gerne noch nach seinem Vortrag im Arkadensaal des Minoritenzentrums zur Verfügung.
Teilnahmebeitrag: € 23,- Studierende gratis – Anmeldelink hier
Eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Bildungsforum bei den Minoriten und dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung.