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Radiotipp: “Trau, schau, wem!” – Wie erkennt man Spione?

Datum

Montag, 12. Oktober 2026
16:05 Uhr

Ort

Ö1

Dieter Bacher ordnet gemeinsam mit weiteren Forschern und Ex-Spion:innen in der Ö1-Science-Arena die historische Entwicklung der Spionage in Österreich ein.

Wer einem Spion oder einer Spionin gegenübersteht, bemerkt es in der Regel nicht. Die Ö1-Sendung „Science Arena“ geht der Frage nach, wie stark Österreich als traditionelle Drehscheibe internationaler Aktivitäten von Spionage betroffen ist. Dabei geht es um das Agentennetz fremder Mächte in aktuellen Kriegs- und Krisenzeiten und um den Anteil autokratischer Systeme daran. Sicherheitsexperten schätzen, dass rund ein Fünftel der etwa 220 akkreditierten russischen Diplomaten und Botschaftsmitarbeiter für Nachrichtendienste tätig ist. Bei türkischen, iranischen und chinesischen Vertretungen dürfte die Quote ähnlich hoch liegen.

Zu Wort kommen Geheimdienstforscher wie Paul Schliefsteiner (Direktor des Austrian Center for Intelligence, Propaganda and Security Studies, ACIPSS), Thomas Riegler und Dieter Bacher, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung. Sie ordnen die historische Entwicklung und den aktuellen Stand der Spionage in Österreich ein. Ehemalige Spioninnen für die DDR und die Sowjetunion, darunter Beatrice Schevitz und Heidi Thiel, berichten über den praktischen Teil: über Ausbildung, Strategien und Methoden an der „Geheimen Front“.

Sendung: Ö1, Science Arena, Gestaltung: Martin Haidinger

Zum Weiterlesen:

Beatrice Altman-Schewitz: Der Schatten im Schatten. Mein Leben als US-Amerikanerin und MfS-Spionin im Kalten Krieg. Edition Berolina, Berlin 2022
Dieter Bacher et al. (Hg.): Spione im frühen Kalten Krieg. Einblick in ihre Motive, Methoden und Netzwerke. Leykam Universitätsverlag, Graz 2026
Thomas Riegler: Spionagestadt Wien. Ein historischer Reiseführer. Promedia Verlag, Wien

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