70 Jahre Neutralität – Peter Ruggenthaler und Hannes Leidinger beim Ö1-Podcast
Der Ö1 Podcast „Die Neutralität“ widmet sich anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Beschlussfassung des Neutralitätsgesetzes und der sich ändernden weltpolitischen Verhältnisse
In der von Johannes Gelich und Ute Mauernböck-Moser gestalteten Podcast-Reihe des Ö1 Radikollegs zur österreichischen Neutralität, wird die Neutralität aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und Themen wie ihre Entstehung, die Einstellung der Österreicher:innen zu dieser und ihre Zeitgemäßigkeit in der akutellen Phase des geoplitischen Umbruchs behandelt.
Zu diesen Themen kommen zahlreiche Experten in Form von verschiedenen Interviewbeiträgen zu Wort. Darunter auch Peter Ruggenthaler, stellvertretender Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung, und Hannes Leidinger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ludwig Boltzmann Institut.
Peter Ruggenthaler geht darauf ein wie der Weg in die Unabhängigkeit Österreichs aussah, für welche der „Preis“ gewissermaßen die Neutralität sein sollte, sowie die Rolle, die diese in der heutigen Gesellschaft spielt.
Hannes Leidinger bespricht das Thema der Entstehung der Neutralität und sieht in dieser Abfolge der vertraglichen Beschlüsse eine geschickte Inszenierung der österreichischen Regierung.
Die Einstellung der Bevölkerung zur Neutralität betreffend ist ein wesentlicher Wandel feststellbar. So hält Peter Ruggenthaler beispielsweise fest, dass diese lange als „kommunistisch verrucht“ angesehen wurde. Dies steht ganz im Gegensatz zu heutigen Zeiten; genau 70 Jahre später ist die Neutralität für die meisten Österreicher:innen weit mehr als nur ein Gesetzesbeschluss der Vergangenheit, sondern tief verankert in der eigenen Identität. Es bleibt jedoch nach wie vor die Debatte, wie relevant das Konzept der immerwährenden Neutralität angesichts der jüngsten Drohungen Russlands und der sich ständig ändernden weltpolitischen Verhältnisse für das österreichische Sicherheitskonzept ist.
