Anna Graf-Steiner bei der internationalen Tagung „Romania as a Global Cold War Actor in Politics and Culture“
Am New Europe College in Bukarest hielt Anna Graf-Steiner am 10. Juli 2025 einen Vortrag.
Anna Graf-Steiner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung, beleuchtete in ihrem Vortrag „Beyond the Blocs: Romania, the Neutrals, and the Making of the CSCE“ die Rolle Rumäniens und der neutralen europäischen Staaten beim Zustandekommen der KSZE-Schlussakte. Warschauer-Pakt-Mitglied Rumänien setzte sich früh für blockübergreifenden Dialog zur europäischen Sicherheit ein, etwa mit dem 1965 initiierten „Club der Neun“ in der UNO, an dem auch das neutrale Österreich aktiv beteiligt war. Anhand der rumänisch-österreichischen Beziehungen illustrierte sie, wie Bukarest und Wien ihren jeweiligen außenpolitischen Spielraum ausloteten, zu einer inklusiveren europäischen Sicherheitsordnung beitrugen und damit auch die hegemonialen Strukturen des Kalten Kriegs herausforderten.