Bio- und Medizinethik in historischer Perspektive: Tagungsbericht zum Workshop am Standort Wien
Wie lässt sich die Dichotomie zwischen deskriptiver Geschichtswissenschaft und normativer Ethik produktiv hinterfragen und überwinden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des zweiten Präsenzworkshops des Forschungsnetzwerks „Geschichte der Bio- und Medizinethik“ (GBME) der am 5. und 6. Juni 2025 stattfand.
Lukas Schretter, Koordinator des Standortes Wien des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung Graz – Wien – Raabs, und Irene Zauner-Leitner (Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim) gestalteten einen Beitrag über museale Vermittlungsstrategien zur nationalsozialistischen Rassen- und Bevölkerungspolitik am Beispiel der Tötungsanstalt Schloss Hartheim und des „Lebensborn“-Heims Wienerwald. Der Ethics and Diversity Hub der Ludwig Boltzmann Gesellschaft war durch einen Vortrag von Steph Grohmann zum Thema „Positioning Ethics: Voluntary Institutional Ethics Review Between Historical Accountability and Bureaucratic Regulation“ vertreten.
Veranstaltungsort des ersten Workshop-Tages war der Standort Wien des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung. Am zweiten Workshop-Tag lud die Forschungseinheit „Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizin“ der Medizinischen Universität Wien zu einer Führung durch das Josephinum ein.
Anna Derksen (Niedersächsische Akademie der Wissenschaften) und Lukas Schretter verfassten einen Tagungsbericht für H-Soz-Kult. Der Workshop wurde vom GWMT-Förderprogramm Junge Perspektiven unterstützt.
Ein Teil der Workshop-Teilnehmer:innen im Josephinum, © Anna Derksen
Ein Teil der Workshop-Teilnehmer:innen im Josephinum, © Anna Derksen
Ein Teil der Workshop-Teilnehmer:innen im Josephinum, © Anna Derksen
Workshop am Standort Wien des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung, © Anna Derksen