10 Nov. 2025 von lbik

Das war die Konferenz über „Historical Perspectives on Infant Care and Child Education Emmi Pikler, Infant Homes, and the Politics of Child Welfare in 20th Century Hungary“

Die internationale Konferenz über die Politik des Kinderschutzes, die am 10. und 11. Oktober 2025 an der Central European University (CEU) in Budapest stattfand, brachte Historiker*innen, Sozialwissenschaftler*innen und Expert*innen des Kinderschutzes zusammen, um die Entwicklung von Ideologien und Praktiken der Kinderbetreuung im Ungarn des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus zu untersuchen.

In ihrem Vortrag gab Barbara Stelzl-Marx, Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung und Professorin für Europäische Zeitgeschichte an der Universität Graz, Einblicke in verschiedene persönliche Aspekte von Kindheitserfahrungen in totalitären und autoritären Regimen. Sie stellte ihre Forschungsergebnisse in Zusammenhang mit Zeitzeug*innenberichten und deren persönlichen Erlebnissen vor. Darüber hinaus betonte sie die Bedeutung wissenschaftlicher Forschung für die Bewältigung der transgenerationalen Auswirkungen des Krieges – sowohl auf individueller als auch auf nationaler Ebene.

An der Konferenz nahm auch Emese Leányfalvi von der Andrassy Universität Budapest teil, die seit Oktober 2025 ein dreimonatiges Praktikum am Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung in Graz absolvierte.

Die ungarische Konferenz wurde in Kooperation der drei Hauptorganisatorinnen – Andrea Pető, Mária Herczog und Fanni Svégel – sowie in Zusammenarbeit mit dem CEU Democracy Institute, dem Österreichischen Kulturforum Budapest, dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung (Graz – Wien – Raabs) und dem Institut für Geschichte der Universität Graz verwirklicht.