icon / home icon / small arrow right / light News icon / small arrow right / light Der lange Weg in den Westen 

Auf den Spuren des Evakuierungsmarsches von 1945

Im April 1945 wurden die gehfähigen Kriegsgefangenen des Lagers STALAG XVII B unter Bewachung vor der vorrückenden Roten Armee evakuiert und zu einem Marsch Richtung Braunau gezwungen.

Die Route führte die Kriegsgefangenen von Gneixendorf über Senftenberg, Reichau, Nöhagen, Lobendorf, Mühldorf, Zeining, Pöggstall, Würnsdorf, Laimbach am Ostrong, Ysper, Sankt Oswald, Sarmingstein, Grein, Hofkirchen, Baumgartenberg, Mitterkirchen im Machfeld bis nach Mauthausen.

In Erinnerung an diesen Leidensweg Richtung Westen war der Historiker Robert Streibel im April 2026 mit dem Fahrrad und zu Fuß auf Teilen dieser Strecke unterwegs. Rund 130 Kilometer durch hügeliges Gelände mit zahlreichen Steigungen – auch heute noch eine anspruchsvolle Route. Insgesamt legten die Kriegsgefangenen bis Braunau 260 Kilometer in 22 Tagen zurück und übernachteten meist im Freien.
Viele von ihnen ließen auf diesem Marsch ihre Tagebücher, sogenannte „Wartime Logs“[1], zurück, um ihr Marschgepäck zu erleichtern. So gerieten viele „Wartime Logs“ in den Besitz der lokalen Bevölkerung entlang der Evakuierungsroute.

Ziel des Projekts „Kunst und Kultur hinter Stacheldraht. Kriegsgefangenenlager in Niederösterreich“ ist in den Dörfern nach Erinnerungsspuren zu suchen und die Einrichtung eines markierten Weges, der sowohl zu Fuß als auch mit dem E-Bike zurückgelegt werden kann.
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[1] In diesen Büchern hielten die abgeschossenen US-Flieger ihre Erlebnisse fest – nicht nur in Worten, sondern vor allem auch in Zeichnungen und Cartoons.

Tagebücher über Krieg und Gefangenschaft gesucht: Aufruf zur Sammlung von Wartime Logs aus dem Lager STALAG XVII B Krems-Gneixendorf

Der Weg 2026 und 1945