07 Aug. 2025 von lbik

„Geschichtsforschung ermöglicht es uns, Unsichtbares sichtbar zu machen.“ – Alina Kladnik

Kurzportrait einer engagierten Praktikantin am BIK

Alina Kladnik studiert Geschichte an der Universität Graz, wobei ihr besonderes Interesse der österreichischen Zeitgeschichte gilt. Für die Grazerin liegt die Relevanz der Geschichtswissenschaft vor allem darin, Unsichtbares sichtbar zu machen – insbesondere im Bereich der Zeitgeschichte. Im Rahmen eines Vortrags von Mag. Dieter Bacher und Mag. Philipp Lesiak an der Universität Graz sowie durch eine Lehrveranstaltung von Univ.-Prof. Dr. Barbara Stelzl-Marx wurde ihr Interesse an den Forschungsprojekten des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung geweckt. In der Folge bewarb sie sich um ein Praktikum, das sie im Juli 2025 absolvierte.

Während ihres Praktikums erhielt Alina Kladnik umfassende Einblicke in die zeithistorische Forschung und die vielfältigen Tätigkeiten von Historiker:innen. Zu ihren Aufgaben zählte unter anderem die Mitarbeit an der Erstellung der institutsinternen Archivdatenbank. Zudem sichtete sie eine Vielzahl historischer Quellen und Objekte, darunter Zeitungen aus der k.u.k.-Zeit, Feldpost, nationalsozialistische Propagandaschriften, Tagebücher sowie Erlebnisberichte von Zeitzeug:innen des Zweiten Weltkrieges. Diese Quellen ermöglichten mikrogeschichtliche Einblicke in vergangene Lebenswelten und individuelle Biografien. Darüber hinaus unterstützte sie Barbara Stelzl-Marx bei Literaturrecherchen zu aktuellen Forschungsvorhaben.

Am Institut wurde Alina Kladnik sehr herzlich aufgenommen, wobei sie besonders das kollegiale und unterstützende Arbeitsumfeld schätzen lernte. Sie zeigte großes Interesse, Engagement und Neugier, konnte ihr Wissen erweitern und wertvolle Impulse für zukünftige Studien- und Forschungsarbeiten mitnehmen.