Hohe Wissenschaftsauszeichnung: Kardinal-Innitzer-Würdigungspreis an Barbara Stelzl-Marx verliehen
Im Wiener Erzbischöflichen Palais wurden Spitzenforscher und Nachwuchstalente für herausragende wissenschaftliche Leistungen geehrt.
Am 22. November 2025 wurde der Kardinal-Innitzer-Würdigungspreis für Geistes- und Sozialwissenschaften im Erzbischöflichen Palais in Wien an BIK-Institutsleiterin und Professorin für Europäische Zeitgeschichte an der Uni Graz, Barbara Stelzl-Marx, verliehen. Kardinal Christoph Schönborn würdigte damit ihre herausragenden Beiträge zur Erforschung der sowjetischen Besatzung in Österreich, der Schicksale von Kriegsgefangenen, Besatzungskindern und Zwangsarbeiter:innen sowie des NS-Lagers Liebenau.
Wie Univ.-Prof. Dr. Herbert Matis in seiner Laudatio betonte, gilt die Grazer Zeithistorikerin als eine der profiliertesten Expertinnen für die Nachwirkungen von Krieg und Diktatur auf individuelle Lebensgeschichten: „Ihr wissenschaftliches Wirken ist beeindruckend: Methodisch fundiert, thematisch relevant, gesellschaftspolitisch wirksam. Sie macht sichtbar, was zu oft im Verborgenen bleibt, gibt denen eine Stimme, die sonst nicht gehört werden.“
Mit der Auszeichnung wird auch ihr langjähriges Engagement gewürdigt, historische Forschung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen – eine Aufgabe, der sie bereits als „Wissenschafterin des Jahres 2019“ besondere Sichtbarkeit verlieh. Unter den Gratulanten befanden sich LBG-Geschäftsführerin Marisa Radatz, LBG-Bereichsleiter Jürgen Busch und Assistentin am BIK, Simone Leski.