Internationaler Holocaust-Gedenktag – Bestandsaufnahme zum Gedenkstein in Dornbirn
Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Jänner 2026 hielt Sabine Nachbaur einen Vortrag bei einer Bestandsaufnahme zum Gedenkstein in Dornbirn.
Die Veranstaltung des Stadtmuseums Dornbirn in Kooperation mit dem Stadtarchiv Dornbirn, der Johann-August-Malin-Gesellschaft und ERINNERN:AT wurde von Petra Zudrell (Direktorin Stadtmuseum Dornbirn) und Werner Matt (Direktor Stadtarchiv Dornbirn) eröffnet. Barbara Motter (Stadtmuseum Dornbirn) moderierte und sprach über die Notwendigkeit der stetigen Ergänzung des Gedenksteins, da neue Forschungen Informationen zu weiteren NS-Opfern und den Biografien der Menschen zutage fördern.
Barbara Krepl-Haim, Sabine Nachbaur (Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung) und Barbara Motter stellten drei Biografien von NS-Opfern vor.
Sabine Nachbaur skizzierte die – bruchstückhaft überlieferte – Lebensgeschichte eines Zwangsarbeiters aus Polen, der in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Dornbirn eingesetzt war und im April 1945 in der Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling ermordet wurde.
Nachbaur betonte die Relevanz der Forschung zu Biografien von NS-Opfern und des Gedenkens. Gleichzeitig verwies sie auf die Schwierigkeit, Morde vor allem im Zusammenhang mit der dezentralen NS-„Euthanasie“ nachzuweisen, und auf den Umstand, dass von manchen Opfern nicht einmal die Namen eindeutig bestätigt werden könnten.
Zum Abschluss diskutierten Vortragende und Publikum über die Zukunft des Gedenksteins und Möglichkeiten eines dezentralen Gedenkens („Stolpersteine“) in Dornbirn.