LBG Jahresbericht 2024 – „Österreichische Polizeigewalt im nationalsozialistischen Terrorsystem“ und Informationen über unser Forschungsprofil
„Das Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung steht für innovative Forschung über die Auswirkungen von Kriegen und Konflikten des 20. Jahrhunderts. Mit professioneller Unterstützung durch die LBG und inklusiven Ansätze bauen wir auch Brücken zwischen historischer Forschung und Gesellschaft – um komplexe Fragestellungen umfassend und nachhaltig anzugehen.“
So bringt es der Lukas Schretter, Koordinator des Standortes Wien, im „online-only“ erschienenen Jahresbericht der Ludwig Boltzmann Gesellschaft 2024 auf den Punkt.
Der Bericht fasst Schwerpunkte und Aktivitäten unseres Instituts kompakt zusammen und schildert die „Österreichische Polizeigewalt im nationalsozialistischen Terrorsystem“. In ihrer Funktion als Exekutivgewalt spielte sie eine wesentliche Rolle im Hinblick auf Kriegsverbrechen und den Holocaust. Im vom BMI geförderten Projekt „Die Polizei in Österreich: Brüche und Kontinuitäten 1938–1945“ forschte Barbara Stelzl-Marx, Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung und Professorin für Zeitgeschichte in Europa, mit ihrem Team und den Projektpartnern (Mauthausen Memorial und Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes) zur Geschichte des wichtigsten Exekutivkörpers der Zweiten Republik.
Aus dem Forschungsprojekt entstand u.a. eine Wanderausstellung, die bereits in Wien, Eisenstadt, Graz und Klagenfurt gezeigt wurde und die nun durch die weiteren Bundesländer tourt. Die nächste Station ist das Salzburg Museum, wo die Ausstellung – erweitert um einen Schwerpunkt zur Exekutive in Salzburg – ab dem 16. Mai 2025 für zwei Monate zu sehen ist.