Stefan Karner zum Präsidenten des Österreichischen Schwarzen Kreuzes gewählt
Engagement für Frieden, Erinnern, Gedenken und Jugendbildung als zukunftsweisende Schwerpunkte
Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner, Gründer des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung Graz – Wien – Raabs, übernimmt eine bedeutende neue Aufgabe: Er wurde am 23. Mai 2025 einstimmig zum Präsidenten des Österreichischen Schwarzen Kreuzes (ÖSK) gewählt – einer Organisation, die sich der Pflege von Kriegsgräbern sowie der historisch-politischen Bildungsarbeit widmet. Prof. Karner hat seit 1992 durch seine bahnbrechenden Forschungen in russischen Archiven und über das ÖSK und das Boltzmann Institut die Schicksale tausender Kriegsgefangener auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion klären können. Unter seiner Führung wird sich das ÖSK mit seinen über 70.000 Mitgliedern in Österreich und Südtirol verstärkt der Erinnerungskultur und der Menschenrechtsbildung der jungen Generation widmen. Zum Generalsekretär des ÖSK wurde Brigadier i.R. Thomas Rapatz, ehemaliger österr. Militärattache, u.a. in der Ukraine und in der Türkei, gewählt.
Das ÖSK ist als Verein mit neun Landesgeschäftsführern in den Bundesländern organisiert und betreut im Inland über 1.000 Grabanlagen mit rund 250.000 Toten und im Ausland rund 400 Grabanlagen von Toten und Gefallenen des Ersten Weltkrieges, vorwiegend im mittelosteuropäischen (Karpaten), slowenischen und oberitalienischen (Isonzo) Raum.