„Verschleppt – Verbannt – Unvergessen. Die niederösterreichischen Abgeordneten Ferdinand Riefler und Franz Gruber in Stalins Gulag“
Die Buchpräsentation fand im niederösterreichischen Landtag in St. Pölten am 18. September 2025 statt.
Im Sommer 1946 wurden die beiden niederösterreichischen Landtagsabgeordneten Ferdinand Riefler (ÖVP) und Franz Gruber (SPÖ) von der sowjetischen Besatzungsmacht verschleppt – ein Schicksal, das sie bis 1955 mit über 2.000 weiteren Österreicher:innen teilten.
Nach seiner Rückkehr nach Niederösterreich veröffentlichte Riefler seine Erinnerungen an Haft, Zwangsarbeit und Überleben im Gulag sowie in der Verbannung in dem Buch „Verschleppt – Verbannt – Unvergessen“. Damit die Geschichte der beiden Abgeordneten nicht in Vergessenheit gerät und um daran zu erinnern, dass Demokratie, Redefreiheit und ein funktionierender Rechtsstaat keine Selbstverständlichkeiten sind, wurde das Werk nun auf Initiative von Landtagspräsident Karl Wilfing in Zusammenarbeit zwischen dem Land Niederösterreich und dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung neu herausgegeben und wissenschaftlich kontextualisiert. Ergänzt wurde das Buch außerdem um die Lebensläufe von Riefler, Gruber sowie dessen Tochter Helene, die ebenfalls von den Sowjets inhaftiert und in der Folge in einen Gulag gebracht wurde. Nun wurde das Ergebnis präsentiert.