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MMag. Dr.

Markus Rieger-Roschitz

Dr. Markus Rieger-Roschitz ist Historiker, Philosoph und Archivwissenschaftler. Die Forschungsschwerpunkte des Erzherzog-Johann-Forschungspreisträgers 2022 sind Nationalsozialismus im lokalen Raum, Schule und Lehrerschaft in der NS-Zeit, Entnazifizierung, Polizeigeschichte sowie die Philosophie Ernst Mallys.

Am BIK arbeitete er an den Projekten „Die Südweststeiermark im NS-Regime“ und  „Kontaminiertes Erbe? NS-zeitlich belastete Liegenschaften der Bundesimmobiliengesellschaft“ mit. Derzeit führt er am BIK ein Forschungsprojekt über den Partisanenkampf in der Südweststeiermark im Herbst 1944 aus Sicht der Exekutive durch.

Funktionen

Sep 2018 – Jul 2023

Assistent am Institut für Geschichte der Universität Graz und Oberassistent an der Andrássy Universität Budapest

seit Jul 2022

Archivar im Stadtarchiv Deutschlandsberg (StaArchDL)

Oct 2023 – Sep 2025

Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter am Institut für Philosophie der Universität Graz, Arbeitsbereich Geschichte der Philosophie, Franz Brentano Archiv Graz

seit Mar 2026

Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter am Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung in Graz

Forschungsprojekte

  • Kontaminiertes Erbe der Bundesimmobiliengesellschaft

    Historisch belastete Orte und Landschaften sind ein wichtiger, aber in der öffentlichen Wahrnehmung oft vernachlässigter Teil der Gewaltgeschichte des NS-Regimes. Das Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung wird mit diesem Projekt einen Beitrag zur Schließung dieser Lücken leisten.

    Zum Projekt 

  • Die Südweststeiermark im NS-Regime

    Das Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung begann 2023 in Kooperation mit dem Institut für Geschichte der Universität Graz mit der Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus in den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg. Nun wurde eine Faltkarte mit 19 ausgewählten Orten mit Bezug zur NS-Zeit als erstes Ergebnis vorgelegt

    Zum Projekt

  • „… dass 240 Banditen auf Soboth im Anmarsch seien“. Verlauf und Folgen eines vorgetäuschten Partisanenangriffs im südweststeirischen Grenzgebiet im Herbst 1944.

    Kern vorliegenden Projekts ist der konkrete Ablauf eines vorgetäuschten Partisanenangriffs auf den Gendarmerieposten Soboth am 10. November 1944, der die Postenmannschaft zur Flucht mit schwerwiegenden Folgen bewog. Dieser Fall verdient deshalb besonderes Interesse, weil zu dessen Rekonstruktion erstens Alltag, Tätigkeit und Vorgehen im Einsatzfall südweststeirischer Gendarmen beleuchtet werden, zweitens der Kampf slowe­nischer Partisanen gegen das NS-Regime in der Südweststeiermark im Herbst 1944 in das Zentrum der Betrach­tung gerückt und drittens grundlegende Forschung über das SS- und Polizeigericht XXIII Salzburg, das auch für die Steiermark zuständig war und fallweise in Graz tagte, geleistet werden muss. In der Rekon­struktion dieses Falls werden also im mikrogeschichtlichen Sinn größere Forschungs­bereiche (Alltag der Exekutive, Partisanenkampf, SS- und Polizeigerichts­barkeit) mitbehandelt und anhand eines konkreten Beispiels erhellt.